Wer mit dem Motorrad in den Urlaub fährt oder traumhafte Strecken in anderen Ländern abfahren will, kennt das Problem: Wie gelangen Ausrüstung, Gepäck und Mitfahrer an den Urlaubsort? Entweder du gurkst stundenlang mit dem Motorrad über die Autobahn und kannst nur wenig Gepäck mitführen oder du investierst viel Geld in teils unflexible Transporte. Vom Anhänger mal ganz zu schweigen.
Hier setzt der Biker-Transit an. Ihr mietet Euch einfach einen Transporter, schnallt die Bikes fest und seid flexibel, entspannt, trocken und zügig am Ort Eurer Wünsche. Mehr zum Angebot gibt’s auf der Website oder direkt auf der Dortmunder Motorradmesse in der Westfalenhalle5, Stand 518.
Eine Auszeit nehmen vom alltäglichen Leben und mit dem Motorrad die halbe Welt umrunden – sicherlich nicht nur der Traum von Hendrik Kempfert. Der Hamburger wird sich Anfang März auf seine Maschine setzen und sich auf einen recht langen Weg machen – 21.000 Kilometer will er zurücklegen. Bis nach Kapstadt.
Dabei verbindet Kempfert seinen Jugendtraum allerdings gleich auch mit einer sozialen Botschaft. Denn er will nicht nur durch die zahllosen Länder auf drei Kontinenten reisen, sondern auch auf deren Situation aufmerksam machen. Deshalb sammelt der Biker Spenden, welche an Projekte gehen sollen, die Kempfert während seiner Reise besuchen wird.
Was Hendrik Kempfert auf seiner wohl mehr als sechs Monate langen Tour alles erlebt, wird man ausführlich in seinem Blog und über verschiedene andere Kanäle wie seine Facebook-Seite erfahren können.
Kempfert ist übrigens nicht der erste, der sich auf zwei Rädern von Hamburg nach Kapstadt aufmacht. Erst vor wenigen Monaten erreichte Florian Rolke Kapstadt. Der junge Weltenbummler hatte sich mit einer Simson Schwalbe (50 ccm), Baujahr 1978, von Hamburg nach Südafrika begeben. 248 Tage hat er für seinen „slow way down“ benötigt, und dabei Gelder für ein AIDS-Projekt in Uganda gesammelt.
Seine Reise kann man auf der Website slowwaydown.com nachlesen.
Die Bleilochtalsperre. Foto: wikipedia (Public Domain)
Wir haben heute bereits viel gelernt. Unter anderem, dass Thüringen ein Meer hat. Richtig gelesen – die Bleilochtalsperre und der Stausee Hohenwarte werden auch “Das Thüringer Meer” genannt. In Halle 3 trefft ihr Carola Stauche vom Landhotel “Zum Sorbitzgrund“, die euch jede Menge darüber erzählen kann. Unter anderem auch, dass jedes Jahr eine Thüringer Meerjungfrau gewählt wird. Was noch zu beweisen wäre – also das mit der Jungfrau mein ich…
Im Ernst: Die Gegend rund um die Stauseen sind ein Traum für Motorradfahrer – das weiss Carola selbst, denn auch sie ist Bikerin, wie sie sagt. Schaut doch mal bei ihr vorbei.
Die Silberstraße im Erzgebirge. Foto: bikerbetten.de
Laut einer Studie des Leipziger Instituts für empirische Forschung (Leif) unter 1200 Ostdeutschen sind die Sachsen die reiselustigsten Deutschen. 80 Prozent der Menschen im Freistaat wollen trotz der Krise in diesem Jahr in den Urlaub fahren. Allerdings: Die Sachsen sind auch clevere Rechner und Sparer.
Eine gute Möglichkeit, Preis und Leistung zu vergleichen, bietet sich auch auf der Motorrad Messe Leipzig. Hier stehen zahlreiche Reiseveranstalter bereit, um euch über ihre Angebote von Motorrad-Reisen zu informieren. Unter anderem dabei: Alpentouristik, USA on Wheels, Biker Betten, der Boddener Ferienpark, Feelgood Reisen, Hoffi’s Big Bike Tour, diverse Hotels und Anbieter individueller Reisen mit dem Zweirad.
Saubere, asphaltierte Straßen und endlose Highways sind wohl des Motorradfahrers liebste Strecken. Irene Jancsy von Ärzte ohne Grenzen in Wien treibt derzeit ihr Motorrad an die Grenzen. Sie und ihr Team fahren derzeit durch den kongolesischen Dschungel.