Messe-Weblog

98.500 Zweirad-Fans in Dortmund

Allgemein, Dortmund 2012 | 04.03.2012, 20:33 Uhr



Mit einem positiven Fazit beginnt die neue Zweiradsaison. Die Besucherzahl der Motorradmesse Dortmund stieg leicht auf 98.500. Spürbar besser war die Kauflaune der Zweiradfans. Neue Roller und Motorräder waren ebenso wie hochwertige Bekleidung stärker als im Vorjahr gefragt.

Viele der 471 Aussteller berichteten über erfreuliche Umsatzsteigerungen. Branchenfachleute sahen dies als Bestätigung, dass das gute allgemeine Konsumklima auch im Zweiradmarkt für eine Umsatzbelebung sorgt.
Bei milden Temperaturen kamen viele Besucher mit dem eigenen Motorrad nach Dortmund. Rund um die Westfalenhallen sorgte das für den Eindruck wie bei einem großen Motorradtreffen. Zugleich wurde die Parkplatzsituation entlastet. So gab es einen reibungslosen Messeablauf und sogar am Samstag, als mehrere Parallelveranstaltungen den ganzen Tag rund um Westfalenhallen und Stadion für einen großen Besucherandrang sorgten, fanden die Besucher ohne lange Wartezeiten den Weg in die Messe.

Begeistert reagierten viele Besucher auf die neuen Showelemente der Messe. Die Zuschauerränge der sportlichen Darbietungen in den Hallen und auf dem Freigelände waren ständig voll besetzt. Die Vorstellung der neuesten Modelle, Diashows abenteuerlicher Motorradreisen und die vielen Informationen im Touristikbereich der Messe waren ebenfalls besondere Anziehungspunkte im Messegeschehen.

Bei den Maschinen konnten sportliche Neuheiten und die neuen großen Roller viel Aufmerksamkeit gewinnen. Nach der Weltpremiere der neuen Horex am Donnerstag gehörte der Stand der wiederbelebten deutschen Traditionsmarke zu den beliebtesten Anlaufstationen beim Messerundgang.

2013 findet die Motorradmesse Dortmund vom 28. Februar bis zum 3. März in den Westfalenhallen 3 bis 7 statt.

Du und die Messe

Allgemein, Dortmund 2012 | 04.03.2012, 16:24 Uhr

Bis 18 Uhr ist die Messe noch offen. Zeit für einen letzten Streifzug durch die Hallen.
























Vollständig karbonisiert

Aussteller, Dortmund 2012, Technik | 04.03.2012, 15:44 Uhr



Karbon-Teile für BMW und Suzuki hat Racefoxx im Angebot. Die neue Edition für die BMW S1RR, die hier auf der Messe steht, sieht nicht nur schick aus, sondern ist wegen ihrer leichten Konstruktionsweise für Rennmaschinen bestens geeignet. Für die Straße ist das allerdings nix, denn eine ABE wird es für die Anbauteile nicht geben.



Auf nach Kanada

Aussteller, Dortmund 2012 | 04.03.2012, 15:31 Uhr

Vor mehr als 17 Jahren, als es noch kein durchs Fernsehen entstandener Hype war, entschlossen sich Harald Greser und seine Frau Christine dazu nach Kanada auszuwandern. Die beiden Biker, Harald legte in den letzten Jahren mehr als 500.000 mit diversen Motorrädern zurück, hatten sich in das weite Land verliebt und suchten das Abenteuer Nordamerika.



Heute vermitteln die beiden Eheleute ihre Liebe zu Land und Leuten Bikern aus ihrer alten Heimat. Mit ihrer “Open Road Adventure Inc.” bieten die zwei ein Rundum-Sorglos-Paket für Individualreisende Zweiradliebhaber an und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das Abenteuer Kanada bleibt für jeden, der bei den Gresers anfragt, sein ganz eigenstes. Während man eine der Yamaha V-Stars mietet, rechnet man alles andere direkt mit den Firmen, Hotels und Erlebnisanbietern in Kanada ab – doch die Gresers stehen mit individuell ausgearbeiteten Tourentipps und Hilfe immer bereit: “Wir kennen Kanada, wir leben da! Und damit können wir natürlich Tipps und Hilfe geben, die manch anderer nicht bieten kann”, sagt Harald Greser. Und erzählt auch die Anekdote, wie er einmal einem Kunden und Bikerkollegen einen deutsch-sprechenden Zahnarzt in der kanadischen Provinz besorgte.

Ihren Traum vom Biker-Job in Kanada haben Christine und Harald Gresser mit ihrem kleinen Unternehmen wahr gemacht. Den Traum von der Entdeckung Kanadas auf zwei Rädern für Biker aus Deutschland wahr machen die beiden heute als Beruf.

Die Gressers gibt es im Web unter kanadamotorradvermietung.de.

Zwischen gestern und Morgan.

Aussteller, Community, Dortmund 2012, Technik | 04.03.2012, 15:27 Uhr

Fahrzeuge mit mehr als zwei Rädern sind auf einer Zweiradmesse eher selten gesehen. Mit drei Rädern kommt der Morgan 3-Wheeler daher. Gleich zwei Versionen hat der Oldtimer-Stammtisch Dortmund-Unna auf die Messe gebracht. Wer achtlos daran vorüber läuft, sieht zwar, dass die Fahrzeuge unterschiedliche Farben haben. Der Hinweis, dass zwischen den Dreirädern 75 Jahre liegen, überrascht dann doch viele.



1910 wurde der erste Morgan 3-Wheeler gebaut. Damals gab es einen Bedarf an günstigen und sportlichen Autos. Also nahm der britische Hersteller Morgan einen von S&S veredelten Harley-Motor und baute ihn an die charakteristische Karosserie. In den 1920er Jahren hat der 3-Wheeler zahlreiche Weltrekorde in Sachen Geschwindigkeit aufgestellt. Der Motor des 1937er Modells, das hier in der Club-Halle 7 steht, hat 990 Kubikzentimeter Hubraum und leistet 42 PS. Bis 130 km/h fuhr der Bolide, der einst 107 britische Pfund kostete.



Das 2012er Modell hat schon andere Werte – und ist mit rund 40.000 Euro in der Grundausstattung wesentlich teurer. 82 PS leistet der 2-Liter-Motor. Bis 185 km/h ist der neue Morgan zugelassen. In 4,5 Sekunden soll er von 0 auf 100 beschleunigen. Heute kaufen vorwiegend Liebhaber englischer Sportwagen den 3-Wheeler, die früher vom Wartungsaufwand der alten Autos abgeschreckt wurden.



Der Auftritt des neuen Modells ist eine kleine Sensation auf der Motorradmesse Dortmund, denn noch sind in Deutschland nicht mal eine Hand voll 2012er Morgans verkauft; die offizielle Präsentation hierzulande erfolgt erst noch.

Starke Bekleidung für starke Jungs.

Aussteller, Dortmund 2012 | 04.03.2012, 15:17 Uhr

Ein Heimspiel haben die Silberrücken in Dortmund. Die Jungs und Mädels um Heiko Kißheuer haben 2006 eine “Modelabel” gegründet, das sich an Liebhaber von Hardcore-Motiven wendet. Dabei legen die Dortmunder Wert auf Qualität – die Shirts, Sweater und Jacken kommen aus deutscher Produktion und überzeugen durch gute Stoffe. Und die Motive entstehen allesamt hier und zeichnen sich durch edlen Look aus.

Die “Silberrücken” bieten Mode für Biker, Kraftsportler, Metaler und Rocker, die etwas anderes tragen wollen als die normalen Motive, Wert auf Design und Qualität legen.

Entstanden ist das Label aus einer Kraftsport-Gruppe heraus – und es ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Ihre Wurzeln haben sie dabei nie vergessen, neben dem Messegeschäft gibt es in Dortmund auch ein Geschäft inklusive angeschlossenem Leistungszentrum für Kraftsportler. So nah am eigenen Publikum ist sonst wohl kein anderes Label … ;)

Mit Robert in die USA und nach Osteuropa

Aussteller, Dortmund 2012 | 04.03.2012, 14:39 Uhr



Robert Piesiur kennt sich aus. Vor allem den USA und Osteuropa. Darum bietet der Unternehmer aus Hannover auch Reisen dahin an. Seit vielen Jahren ist er auf der Dortmunder Motorradmesse vertreten – und in diesem Jahr besonders zufrieden. “Ich habe hier viele Abschlüsse machen können. Gerade war eine neunköpfige Gruppe bei mir, die für 2013 eine USA-Reise gebucht hat. Ich werde also mit einem sehr positiven Gefühl abreisen”, sagt Robert. Mit dem Publikum ist er aber auch aus einem anderen Grund zufrieden: “Es wird wieder konkreter nachgefragt, man kann allgemein sagen, dass die Besucher interessierter sind. Das gefällt einem Aussteller natürlich, weil man so wirkliche Fachgespräche führen kann”, lobt er.

Seit 1995 bietet Robert Piesiur komplette Motorradreisen in die USA und Osteuropa an – für Polen, das Baltikum und Russland ist er nach eigenen Aussagen sogar Marktführer. Bei ihm bekommt Ihr alles aus einer Hand. Derzeit gibt es etwa ein Special für Amerikas Westen. Die zehntägige Tour führt Euch durch Kalifornien und Nevada. Ihr seht Los Angeles, Las Vegas, den Grand Canyon, den Hoover-Staudamm, fahrt über die Route 66, erlebt Palm Springs und den St. Bernadino-Nationalpark, sowie Santa Monica Beach, San Diego und das spektakuläre Sea World mit den Orkas. Das Ganze gibt’s für knapp 2400 Euro inklusive Flug, Leihmotorrad und allem Service vor Ort.

“Weil es geht. Und es vorher noch niemand gemacht hat.”

Aussteller, Dortmund 2012 | 04.03.2012, 14:00 Uhr

Ein Publikumsmagnet der letzten Tage ist der Continental-Stand. Grund dafür sind nicht nur die Reifen der Jungs aus Hannover, sondern auch ein Projekt, dass für viele ungläubige Blicke sorgt. Die “Mad Max”.
Eine umgebaute BMW S 1000 RR.
Das Superbike von BMW erfreut sich bei Tunern der Szene ja durchaus einer hohen Beliebtheit. Was die Jungs von Wunderlich hier allerdings auf die Continental-Räder gestellt haben ist mit wenig vergleichbar.

In dem Supersportler stecken nicht nur jede Menge technische Finessen aus dem umfangreichen Produktportfolio der Sinziger. Allein die in diversen Matt-Farben gehaltene Sonderlackierung samt irrwitziger Hinweis-Aufkleber sorgt bereits für aufmerksame Blicke. Für offene Münder sorgt dann allerdings die ungewöhnliche Bereifung. Sie macht aus der S 1000 RR ein brachiales Gelände-Superbike. Denn die BMW steht auf grobstolligen TKC 80 in den neuen Dimensionen 120/70 B17 M/C 58Q und 180/55 B17 M/C 73Q.

Die ersten Ideen zum Macho-Bike reiften erst im vergangenen Oktober. Rasch entstand am Reißbrett des französischen Designers Nicolas Petit ein radikaler Umbau für die BMW. Neues Öhlins-Fahrwerk, Moto-Master-Bremsscheiben, Antriebstechnik von Wieres, ein Magura-Lenker und schließlich eine speziell für dieses Projekt gefertigte IDM-Superbike-Abgasanlage aus Edelstahl von Remus. Dazu aus dem großen Wunderlich-Repertoire für die 1000er ein kompletter Superbike-Umbau, eine veränderte Fußrastenanlage, eine neu entwickelte Sitzbank sowie diverse weitere Zutaten wie Sturzpads, Ölkühlergitter und einstellbare VarioLever Kupplungs- und Bremshebel bei.
Und von Continental eben jene atemberaubende Bereifung.

Was am Ende mit dem Bike entstanden ist?
Enduro-Streetfighter? Streetfighter-Enduro? Superbike Naked Cross?
Einen endgültigen Gattungsbegriff bekommt man ebenso wenig aus den Wunderlich- und Continental-Leuten raus, wie die Motivation zum Bau des Gelände-Sportlers. “Weil es geht. Und es vorher noch niemand gemacht hat”, zwinkert man dann nur zu.
Einmalig ist sie also, die “Mad Max”.
Ob sie das auch jenseits des Continental-Stand sein wird? Das will man dem Publikum beweisen. Am 08.Juni 2012 wird das kleine böse Monster beim Erzbergrodeo antreten, um sich artgerecht die Stollen vom Gummi zu blasen. Wir sind gespannt auf das Ergebnis!


Mehr Bilder gibt es bei Wunderlich auf Facebook.