Die Messe ist rum, die Stände abgebaut und die Hallen weitgehend wieder leer. Was bleibt, sind die Erinnerungen und die Nachberichte der Medien, Blogger und Videofreunde. Kurz gesagt: hier gibts die Messe nochmal zum Nachlesen und Nachsehen.
Ihre gute Laune und die Lust am Besuch der Motorräder Dortmund ließen sich die Motorrad-Fans auch vom Wintereinbruch am Samstag nicht verderben – sie strömten zu tausenden in den Westfallenhallen Dortmund.
Insgesamt kamen 103.000 Besucher zur 26. Motorräder Dortmund – 2% mehr als im vergangenen Jahr. Doch nicht nur die Besucherzahl stieg, auch die Verweildauer und Kauffreude der Besucher.
“Die Motorrad-Branche ist sehr zufrieden mit der Motorräder Dortmund”, sagt Hans-Jürgen Weigt, Geschäftsführer des Veranstalters TWIN GmbH, und freut sich über die positive Resonanz von Besuchern und Ausstellern. Viele Aussteller hätten bereits während der letzten Tage nach größeren Standflächen für das nächste Jahr gefragt, verrät Weigl. Bis zur nächsten Motorräder Dortmund 2010 wird man daran arbeiten noch mehr Aussteller nach Dortmund zu holen, auch soll die Mobile Electronics – welche in diesem Jahr erstmals zeitgleich mit der Motorräder Dortmund stattfand – weiter wachsen.
Im nächsten Jahr wird die Motorräder Dortmund vom 03. bis 06. März 2011 stattfinden.
Jede Menge Action boten an den Messetagen Alexander Ramien, Marco Simeonow und Pavel Trzaska. Seit 2001 sind die Drei mit ihrer Show in der ganzen Welt unterwegs –Singapur, Dubai und sogar Grönland zählen zu den Orten, an denen die Jungs mit ihrem „Globe of Speed“ bereits waren.
Trotz der Risiken sieht man den Motorrad-Artisten den Spaß an, den sie haben.
Und auch Dirk Manderbach war in Dortmund wieder mit Spaß bei der Arbeit. Der Siegerländer beeindruckt das Publikum mit seinem Können auf dem Bike: Wheelie drehen, Stoppie hinlegen und Burnouts zeigen. Dabei kann sich Manderbach trotz einiger Anstrengung das freudige Lächeln nicht aus dem Gesicht verbannen.
Einen kleinen visuellen Eindruck der beiden Shows vom Messe-Sonntag könnt ihr in unserem Video gewinnen – Viel Spaß! :)
“Für die beste Sozia der Welt”, steht über dem Stand von Duo Drive. Der Duo Drive ist eine ziemlich clevere Erfindung für Supersportler, Sporttourer und Naked Bikes. Kurz gesagt: Ein Griff für Beifahrer, der zusätzlichen Halt und Schutz bietet. Vorteil: Der Fahrer kann sich bewegungs- und ermüdungsfreier auf die Fahrt konzentrieren. Und der Sozius oder die Sozia rutscht nicht auf den Fahrer auf. In einer Minute sei der Griff montiert, sagt der Hersteller.
Was macht Ingo Wolf, der Innenminister von NRW am Sonntag? Ausruhen? Nein, sich auf der Motorradmesse Dortmund umsehen. Heute vormittag war er zu Gast, besuchte unter anderem die Stände vom Institut für Zweiradsicherheit (IFZ) sowie von Polizei und Bundeswehr und sprach auch mit einigen Motorradclubs.
Vier Tage Rede und Antwort stehen. Vier Tage von 9 Uhr bis Abends am Stand lächeln, die Besucher beraten. Das schlaucht. Da muss zwischendurch auch mal Zeit sein für ein Spielchen. Wie hier Markus vom Team Hafeneger Renntrainings, der sich an Super Mario DS probierte. Wir wünschen, Erfolg gehabt zu haben.
Die leichtesten Helme der Welt stellt laut eigenen Aussagen der japanische Hersteller Marushin her. Der RS-MX Carbon wiegt nur 850 Gramm, ist aus dem leichten Werkstoff gemacht und damit besonders angenehm zu tragen. Nichts ist lästiger und vor allem belastender für die Nackenwirbel, als wenn man einen schweren Helm auf ihnen sitzen hat.
Aber nicht nur leicht, sondern auch besonders weich sind die Marushin-Helme. Das ist wichtig, damit sich der Helm beim Aufprall verformen kann und so möglichst viel Energie vom Kopf nimmt. Eine kluge Sache – und schick sind die Helme noch dazu.
Thomas Vetter aus Halle/Saale freut sich, nun endlich alle Handelsregister-Bürokratie hinter sich zu haben. Nachdem er mehrere Jahre schon Importeur von Titax-Zubehörteilen war, kann er sich hier in Dortmund nun offizieller Deutschland-Importeur für die Marke aus der Tschechischen Republik nennen und bildet damit Titax Deutschland.
“Ich betreue damit nun die Händler in Deutschland und Österreich, bin für den Vertrieb von Produkten der Marke zuständig”, sagt Thomas Vetter. Als erstes will er nun ein größeres Händlernetz aufbauen, ein zentraler Ansprechpartner für Garantie und Gewährleistung sein und die Händler so gut es geht unterstützen.
Auf die MOTORRÄDER hat er Lenkungsdämpfer für Suzuki-Motorräder, Kettenspanner, Felgen für Yamaha, Bremsflüssigkeitsbehälter, Lenker-Enden in verschiedenen Farben und verschiedene Hebelmodelle mitgebracht. Immerhin 24 unterschiedliche Sorten davon gibt es. In kurzer und langer Ausführung und auch in einer großen Farbauswahl.
Es sieht aus wie echtes Werkzeug. Rostiges Werkzeug, das lange in der hintersten Keller-Ecke lag. Vergessen, vom Zahn der Zeit angenagt und korrodiert. Aber es riecht. Riecht verführerisch nach Schokolade. Weil es daraus gemacht wurde.
In Halle 5 befindet sich ein Stand, den man auf einer Motorradmesse wohl am wenigsten erwartet. Vier Damen – zwei Schwestern mit ihren zwei Töchtern – bilden die kleine Firma Pasticceria Grandazzi. Eine Konditorei im italienischen Domodossola, die sich auf die Herstellung ungewöhnlicher Schokolade spezialisiert hat. Und die sie nun zum ersten Mal in Deutschland auf einer Messe zeigen. Hier nach Dortmund hat die Familie rostige Nägel, Kugellager, Kombizangen, Schraubenschlüssel und vieles mehr aus Bitterschokolade zum Vernaschen mitgebracht. Obwohl die Kunstwerke eigentlich viel zu schade sind, um sie anzuknabbern. Aber wie sagte eine der Damen in liebenswertem deutsch-italienisch-Kauderwelsch: “Es ist schade, wenn die Schokolade nicht essen, denn die ist viel zu gut.”
In diesem Sinne: Schmecken lassen. Und wem das nicht reicht und vielleicht anderes braucht zum Vernaschen, der kann ja mal auf der Website der vier Italienerinnen schauen.
Und da ist schon wieder Sonntag – letzter Tag der MOTORÄDER Dortmund für dieses Jahr. Über der Stadt strahlt die Sonne von blauem Himmel (zumindest derzeit).
Eine gute Gelegenheit also, die erste Fahrt der Saison mit einem Besuch auf der Motorradmesse zu verbinden. Euer Bike stellt Ihr kostenlos vor dem Messeforum Halle 4 ab. Gleich neben dem Parkplatz steht der Globe of Speed, eine Stahlkugel, in der verrückte Kerle auf Motorrädern ihre Runden drehen. In Halle 3 unterhält Radio Dortmund 91.2 mit einem Programm. Und zwischendrin gibts natürlich Bikes, Bikes, Bikes und jede Menge Zubehär, Ausrüstung, Bekleidung, einen Teilemarkt und einen Gebrauchtmarkt.
Husqvarna hat hier auf der Dortmunder Motorradmesse einen kleinen, aber feinen Stand. Gegenüber von BMW in Halle 4 warten etwa die kleinen und leichten 250er Enduro- und Motocross-Aggregate. Natürlich wird auch ein Überblick über das gesamte Programm von Husqvarna geboten. Vom Einstiegsmodell SM und WRE 125, die mit 16 Jahren mit der 80 km/h Drosselung die ersten Kontakte mit der “Husky” bieten, über die aktuelle Wettbewerbsenduromodelle und den Racing Supermotos bis hin zu den alltagstauglichen 610er Modellen, die auf dem täglichen Weg zur Arbeit einen Hauch Motorsportgefühl vermitteln.
All das zieht viele Besucher an, was die Mitarbeiter vor Ort bereits am Donnerstag spürten. “Obwohl das ein normaler Arbeitstag war, hatten wir alle Hände voll zu tun und durften den Interessenten einiges über die Modelle erzählen”, so Vertriebsleiter Mario Schicht. Und auch heute und morgen wird das wohl nicht besser – genau so sollte ein Messeauftritt laufen.
Auf der MOTORRÄDER Dortmund sieht man es ganz deutlich: Richtige Biker lassen sich von Temperaturen knapp unter 0 Grad Celsius und ein bisschen Schnee nicht vom Messebesuch abhalten. Vor dem Messeforum Halle 4 stehen einige Bikes, was uns zeigt, dass bei der Anreise bereits auf zwei Räder gesetzt wurde. Und in den Hallen sind sie dann alle unter sich, die echten Fans. Was bei dem Andrang in den Gängen hilft: Beine anziehen und einfach mitschwimmen. Aber lassen wir doch Bilder sprechen:
“Hey, alles glänzt, so schön neu”, sang Peter Fox 32 Wochen lang in den Charts. Und so pfeifend kann man auch über die Messe schlendern und sich neben der Yamaha Super Ténéré auch so manch andere Neuheit in Dortmund ansehen.
Doch auch für Liebhaber älterer Schätzchen gibt es hier so einiges zu bestaunen. Neben der Ausstellung für Klassiker (Halle 7, Stand 731) gibt es auch auf dem Gebraucht-Markt in Halle 7 und auf den Ständen so mancher Clubs einige Modelle. Dort schlagen die Herzen für Fans traditioneller Technik höher.
Aprilia zeigt hier auf der Motorradmesse Dortmund mit der RSV4 R eine preisgünstige Straßenversion der in der Superbike-WM sehr erfolgreichen Tausender-Klasse. Der V4-Motor leistet satte 180 PS.
Außerdem am Gemeinschaftsstand der Piaggio-Group: Die GT-Versionen der 850er Mana und der 750er Shiver und alle Neuheiten von Piaggio, Vespa und Gilera. In Halle 4.
Das schöne an so einer Messe sind nicht nur die vielen Bikes, sondern vor allem die Gespräche, die eher durch Zufall entstehen. “Wissen Sie, wen Sie da fotografieren?”, fragte ein Mann, während wir einen Jugendlichen auf einer 125er ablichteten. “Das ist Lucas Ken Beckers, amtierender Deutscher Kartmeister”, klärte uns der stolze Vater auf. Der 15-Jährige Lucas fährt in der Altersklasse K4 beim KSC Wülfrath und will nun auf das Motorrad wechseln. “Ich könnte mir Yamaha ganz gut vorstellen, schaue aber auch bei anderen Herstellern. Da ist so eine Messe natürlich super geeignet”, sagte Lucas, der von Freundin Jessica begleitet wurde. “Wir gehen mal ‘ne Runde”, sagten die beiden und mischten sich unter die Massen.