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Unter Strom auf zwei Rädern

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Dieser Eintrag gehört zur Messe in Leipzig 2011.


Von Thomas Gigold

Alternative Antriebe sind nicht nur in der Automobilbranche ein heißes Tema. Während die ersten Elektroautos die Straßen erobern rückt das Thema auch bei den Motorradherstellern in den Fokus der Aufmerksamkeit. Dabei scheitert ein pures Elektrobike heute vor allem noch an Gewicht und Preis. Zwar sind die Elektromotoren, die für den Vortrieb sorgen, leistungsstark genug, jedoch sind die Batterien noch zu schwer und teuer.
So schaffen es heute nur Roller als Elektromobile in kleinen Serien produziert zu werden. In diesem Bereich können sich Hersteller von Elektrofahrrädern einiges an Erfahrung holen. Vor allem aber können die schweren Batterien aufgrund des Rollerdesigns besser untergebracht werden und das kleine Antriebsaggregat begnügt sich mit wenig Strom – schließlich kommt es beim Roller weniger auf Kraft und Geschwindigkeit an, als bei einer Rennmaschine. Auch die begrenzte Reichweite – noch benötigt die Aufladung des Akkus ja mehrere Stunden – ist beim Einsatz in metropolen Regionen weniger ein Problem als bei der langen Ausfahrt mit der Reisemaschine.
Elektro also ist im Moment nur da sinnvoll, wo kurze Strecken mit kleinen Maschinen zurück gelegt werden sollen – das ist beim stromtankenden Motorrad nicht anders als beim Auto.

Ins Feld der Elektroroller trauen sich derzeit jedoch nur wenige. Die Anzahl von Angeboten ist überschaubar, auch wenn sie wächst.
Das neuste käuflich zu erwerbende Modell kommt nun nicht von einem der großen Hersteller, sondern von der e-tropolis GmbH. Das kleine Unternehmen aus der Nähe von Bremen gründete sich erst im letzten Jahr und wagt sich mit seinen beiden Elektrorollern „Retro“ und „Future“ jetzt auf den Markt.
Die in China gefertigten Roller werden von den Firmengründern bereits seit zwei Jahren im alltäglichen Einsatz getestet. Wer jetzt ob des Produktionsstandortes unwillkürlich zuckt, dem muss erklärt werden, dass sämtliche Arbeiten in China unter Aufsicht deutscher Fachkräfte durchgeführt werden, und natürlich haben die beiden Elektroroller alle notwendigen europäischen und deutschen Zulassungshürden erfolgreich genommen.
Der Vorteil der nach Fernost ausgelagerten Produktion ist der sich aus diesem Umstand ergebende Preis für die beiden Rollermodelle.

Platz nehmen auf den Rollern können nicht nur Besitzer eines Motorrad-Führerscheins. Die beiden Modelle werden als 50 ccm-Gefährte eingestuft und sind deshalb auch für Autofahrer eine Alternative für den Weg zum Bäcker oder ins Büro. Eine Ladung des Akkus reicht für rund 70 Kilometer Wegstrecke, und die kosten pro Ladung gerade einmal rund 1,5 kWh.

Wer sich selbst ein Bild von den e-tropolis Rollern machen will, kann dies noch heute und morgen in Leipzig tun. Und wenn man sich spontan verliebt, hat man die Chance auf eines der ausgestellten Messemodelle, die verkauft e-tropolis am Ende der Messe für 1.200 Euro.


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