Wenn ich “Scooter” höre, ich gebe es zu, dröhnt es mir imaginär im Ohr: “How much is the fish?“. Da wir hier aber über Zweiräder schreiben, wird der geschätzte Leser nun natürlich instinktiv wissen: Nein, es geht hier jetzt nicht um Musik, sondern um einen durchaus interessante Teilmarkt der motorisierten zweirädrigen Fahrmobile.
Genauer gesagt geht es um einen Blick in die Zukunft, welchen BMW auf der MOTORRÄDER DORTMUND gewähren wird. Denn die Bayern bringen das BMW Concept C mit nach Tremonia.
Das Concept C ist BMWs Vorstoß ins Segment der Scooter. Mit leichten Zweirädern haben die Bayern bereits im Jahr 2000 gemacht – allerdings mit eher geringem Erfolg. Der BMW C1 war seiner Zeit vielleicht voraus, nach drei Jahren Produktion jedenfalls war der überdachte Roller wieder verschwunden.
Nun also ein neuer Versuch, diesmal mit zwei “Rollern”, die etwas größer als der C1 aber noch für den normalen Stadtverkehr gedacht sind.
Die “Premium-Scooter” werden demnächst in Serie gehen und in der ersten Phase noch mit normalen Verbrennungsmotoren ausgestattet sein. Doch BMW denkt schon etwas weiter und kündigt selbstbewusst auch schon an, dass die beiden Modelle bereits für den alternativen Antrieb mit Elektromotor ausgelegt seien. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis BMW neben Elektro-Autos (ab 2013) auch Motorräder mit elektrischem Antrieb im Programm haben wird.
Auffällig am Concept C ist die die starke Keilform des Scooters, die ausgeprägter als anderen Markt-Modellen scheint. Das soll Sportlichkeit und Dynamik vermitteln – etwas, das auf den Bildern der BMW Presseabteilung durchaus gelingt. Ob es auch live so ist, könnte ihr (und wir) ab morgen in Dortmund sehen. Wir freuen uns schon ..!
Als BMW vor einigen Monaten sein Concept 6 präsentierte, schlugen die Herzen zahlreicher Biker höher. Wo auch immer das Concept-Bike auftaucht (u.a. auf der Motorräder Dortmund) entwickelte es sich aufgrund seines Aussehens zum Anziehungspunkt und begehrtem Foto-Objekt. Jetzt, ein Jahr später stehen die ersten Serienmodelle mit Sechs-Zylinder-Aggregat auf dem Stand von BMW. Und auch wenn die neue K1600GT bei weitem weniger brachial als ihre Modell gewordene Blaupause aussieht: Weniger Aufmerksamkeit von den Besuchern kommt auch ihr nicht zu, denn vor allem BMW-Fans dürfte das neue Aggregat der Münchener freuen, hatten sie das Feld in diesem Bereich doch bisher den anderen Herstellern überlassen.
Auf den ersten Blick offenbart die neue Reisemaschine von BMW so überhaupt nicht, das in ihr ein 6-Zylinder-Herz schlägt: “Das Serienaggregat ist von seinen Ausmaßen her so geschrumpft, dass man es kaum als 6-Zylinder erkennt”, bestätigt dann auch unser Ansprechpartner am Stand. Darauf ist BMW dann durchaus Stolz, denn das Aggregat ist lediglich acht Zentimeter breiter als der 1,3-Liter-Vierzylinder von BMW, und nebenbei auch noch der im Moment leichteste Sechszylinder mit mehr als einem Liter Hubraum.
Insgesamt 118 kW/160 PS und 175 Newtonmeter entwickelt das neue Triebwerk, mehr als genug für entspanntest Reisen.
Auch optisch ist die BMW durchaus ein Hingucker – insbesondere im Rückspiegel dürfte die K1600GT dann bei dem ein oder anderen Autofahrer für ein Deja-Vu sorgen. Denn die Scheinwerfer imitieren mit ihren Doppelringen das Lichtbild der BMW-Autos .. vielleicht sogar ein Ausblick auf das Lichtdesign kommender Maschinen und Facelifts bei BMW Motorrad.
Nach dem Schauen dieses Videos haben wir uns entschlossen, heute Mittag den Kollegen von BMW einmal einen Besuch abzustatten. Mal sehen, ob wir für fünf Minuten eine S 1000 RR bekommen, um diesen Trick im Video mal zu testen.
Zur Not probieren wir es einfach mit einer Yamaha oder Kawasaki, es geht ja mehr um’s Prinzip ;)
.. oder wollt ihr das kurz daheim mal ausprobieren und filmen? Gebt uns einfach kurz Bescheid! ;)
“Brachial” kommt einen in den Kopf, wenn man vor dem Concept 6 von BMW steht. Das Concept wirkt in der Realität noch stärker als im Video von BMW. Auffällig auf dem erstmals in Deutschland zu sehenden Concept 6: Die Flügelchen am Körper der Maschine und die beiden Sidepipes-Auspuffrohre. Beides werden wir sicherlich nie an einer regulären Serien-Maschine sehen. Zumindest um die Flügelchen ist es schade .. ;)
Am Stand selbst steht aber nicht nur der Ausblick auf die künftigen Sechs-Zylinder-Maschinen von BMW im Mittelpunkt, sondern vor allem die S 1000 RR. Die ist für BMW das wichtigste Model des Jahres und nimmt einen entsprechenden Stellenwert am Stand und in der Kommunikation der Bayern ein.
Was wären die etablierten Marken ohne die Veredler. Sicher, eine BMW “von der Stange” hat schon ihre Reize. Der Tuner Raul aus dem Saarland macht aber richtige Leckerbissen draus. Zusammen mit dem Oberflächenspezialist Polichrom stellt Raul drei Motorräder auf der Dortmunder Messe aus. Alle Boxer-Motorräder, zwei BMW R 1200 S und eine neue 2010er R 1200 GS, haben nicht nur ein Optik–Paket erhalten, sondern auch Leistung satt.
Aber es gibt noch mehr beim BMW-Tuner: Geschäftsführer und Motorradenthusiast Manfred Raul hat sich in den vergangenen Jahren mit Problemen und Schwachpunkten der BMW-Boxer auseinandergesetzt und Lösungen geschaffen. So haben Boxer-Fahrer aus der ganzen Welt die leichten, aber sehr empfindlichen Boxer-Ventildeckel bemängelt, die schon bei einem kleinen „Umfaller“ für das Ende einer Motorrad-Tour sorgen. Dieses bekannte Problem löste Manfred Raul mit optimierten Ventildeckeln, die aus hochfestem Aluminium “aus dem Vollen” gefräst werden. Im Vergleich zu dem Serien-Druckgußdeckel aus einer Magnesiumlegierung hat dieses hochfeste Aluminium die Festigkeit von Stahl – bei 65% weniger Gewicht. Zusätzlich eingefräste Kühlrippen sorgen außerdem für eine bessere Motorkühlung. Ein weiterer Clou sind die wechselbaren Sturzpads aus verschleißfestem Kunststoff. Die Deckel für die 1100er-, 1150er- und 1200er-Modelle (auch HP2) sind in verschiedenen Eloxalfarben erhältlich und können mit Original-Schrauben und Dichtung montiert werden.
Was kann BMW so richtig gut? Sechszylinder für das Auto bauen. Mit dem Concept 6 zeigen die Bayern auf der Dortmunder Motorradmesse nun aber ihren neuesten Streich: Ein futuristisches Motorrad mit einem Sechszylindermotor. Was sich nicht nur atemberaubend anhört, sondern auch so aussieht:
Die Concept 6 soll mal Flagschiff der K-Reihe werden, was man dem Design jetzt durchaus schon ansieht. Und wir hoffen mal stark, dass das Serienmodell später genau diese wuunderschönen Kanten und Linien hat wie das Konzept. Das Kraftpaket mit definiertem Sixpack soll extrem laufruhig sein. Der Motor ist laut BMW nicht viel breiter und schwerer als ein Vierzylinder. Der 1600 Kubiker soll rund 170 PS leisten.
Mehr Infos zur Concept 6 hat 1000 PS. Wir ergötzen uns jetzt erstmal an dem offiziellen Video. Bitteschön:
Die Motoren heulen wieder: Noch bevor sich Dortmund in den Blick eines jeden Motorrad-Begeisterten begibt steht das erste Rennwochenende der Superbike-Weltmeisterschaft 2010 an: Vom 26. bis zum 28. Februar messen sich Fahrer und Teams auf dem Phillip Island Circuit in Australien.
Besonders wird das Jahr vor allem für BMW. Denn die Münchner bestreiten mit ihrer S 1000 RR die zweite Saison – Zeit für einen ersten Podiumsplatz! Dies zumindest ist das erklärte Ziel vom neuen Teamchef Davide Tardozzi, den sich BMW von Weltmeister Ducati geholt hat.
Spannend wird die Saison allerdings nicht nur wegen BMW.
Vize-Weltmeister Noriyuki Haga geht davon aus, dass die Jagd um die Krone der Superbike-WM in diesem Jahr wesentlich enger wird als 2009: „In diesem Jahr gibt es viele schnelle Fahrer“, so der Ducati-Pilot. „Toseland ist zurück und er wird ganz sicher an der Spitze sein. Deshalb wird jedes Rennen schwierig werden.“
Mit an die Spitze will auch Max Neukirchner in diesem Jahr. Von den ersten beiden Rennen in Australien kam Neukirchner im letzten Jahr mit insgesamt 30 Punkte wieder nach Hause – was ihn direkt hinter Noriyuki Haga auf Platz zwei der Weltmeisterschaft brachte. Leider blieb dem Sachsen das Glück nicht treu. Nach den beiden schweren Unfällen war Neukirchner zum zuschauen verdammt. Das verhagelte Jahr will Neukirchner nun hinter sich lassen und 2010 im neuen Team durchstarten. Wir sind schon gespannt, was Neukirchner und das niederländische Honda-Werksteam Ten Kate zusammen bewirken können.
26 Fahrer gehen in diesem Jahr an den Start der Superbike WM. Und egal ob Rückkehrer Toseland, Weltmeister Spies oder Wieder-Durchstarter Neukirchner – sie alle garantieren für eine spannende Saison 2010, bei der sich mitfiebern und dranbleiben sicherlich lohnen wird.
Seit Anfang Dezember steht die BMW S 1000 RR beim Händler, und wer um die Neuheit von BMW weiß wird sich nicht wundern, dass das Superbike hier in Leipzig eine gehörige Portion Aufmerksamkeit auf sich zieht. Insbesonder, weil Renn- und Straßenvariante der BMW hier Side-by-Side stehen und bestaunt werden können.
Platz nehmen darf man leider nur auf der Straßenversion der S 1000 RR. Doch selbst die hat es in sich. Die Maschine ist der erste Supersportler mit Vierzylinder-Reihenmotor der Bayern.
In München hatte man bei der Entwicklung der 193 PS starken und 183 Kilogramm (Trockengewicht) leichten Maschine vor allem eins im Blick: Ein Motorrad, mit dem die Superbike-Fahrer Troy Corser und Ruben Xaus erfolgreich sein können. In der WM müssen BMW und seine Fahrer daran zwar noch arbeiten (2009 haben Corser und Xaus auf den Plätzen 13 und 17 beendet), die Maschine muss sich trotzdem nicht verstecken.
In der Straßenversion setzt die S 1000 RR nicht nur in Leistungsgewicht und Performance eine Marke, sondern auch beim Thema elektronische Fahrassistenzsysteme. Die nämlich setzen Maßstäbe im Bereich Fahrdynamik und Fahrsicherheit.
Einen eigenen Eindruck kann man sich in Halle 3 machen … oder in Dortmund dann, wo wir BMW wieder begrüßen werden.