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Staudurchfahrung legalisieren!

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Dieser Eintrag gehört zur Messe in Dortmund 2015.


Von Daniel Große

Die Kilometerfresser in Halle 7 unterstützen hier auf der Motorradmesse eine wirklich interessante Initiative: Die Staudurchfahrung soll für Motorradfahrer legalisiert werden. Dafür sammeln sie Unterschriften, die auf eine Petition einzahlen. Von den nötigen 120.000 Unterschriften sind knapp 80.000 erreicht.

Derzeit ist die Situation in Deutschland so: Motorradfahrer werden wie Autofahrer behandelt. Sie müssen bei Stau teilweise stundenlang in der Hitze oder Kälte stehen, obwohl sie eigentlich vorsichtig zwischen den wartenden Autos hindurchfahren könnten. Da würde sich niemand dran stören, niemand behindert oder verletzt werden. Und dennoch ist dieses Verhalten derzeit noch gesetzeswidrig, ebenso wie das Benutzen des Standstreifens. Eigentlich ein Unding, meinen auch die Kilometerfresser Olaf Grajek und Valention Serrapica, mit denen wir uns hier unterhielten. „Da wird in Kauf genommen, dass der Biker lieber in der Hitze kollabiert. Gleichzeitig soll man aber eine Rettungsgasse bilden – es wäre also genügend Platz, um in geringem Tempo das Durchfahren für Motorradfahrer zu ermöglichen“, so Olaf. Und Valentino ergänzt: „In Österreich ist das seit 10 Jahren erlaubt, weil es einfach Sinn ergibt.“

Die Petition „Staudurchfahrung für Motorräder per Gesetzesänderung legalisieren“ will erreichen, dass sich der Bundestag mit dem Thema beschäftigt und das Gesetz entsprechend ändert. Auch das Institut für Zweiradsicherheit unterstützt diese Petition. Unterschreiben könnt Ihr hier am Stand der Kilometerfresser oder direkt online auf openpetition.

kilometerfresser

Die Kilometerfresser übrigens sind eine lose Vereinigung, quasi ein Netzwerk, von Vielfahrern. Angefangen haben sie als Ruhrpott-Viller, abgeleitet von der Honda Deauville, die viele Mitglieder gefahren haben. Weil das Baby allerdings in die Jahre gekommen war und nicht mehr gebaut wurde, taufte man sich in Kilometerfresser um und lädt seitdem alle ein, die Spaß am Motorradfahren haben. „Bei uns fällt kein doofes Wort über Marken oder Biker, jeder ist willkommen“, sagt Olaf Grajek. Der Spaß würde im Vordergrund stehen, vor allem beim alljährlichen Treffen in Brilon.


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