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Motorradmarkt 2012 - leichter Trend nach oben

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Von Thomas Gigold

Motorradmarkt 2012 – leichter Trend nach oben

Das Jahresende nähert sich mit riesigen Schritten, und an vielen Ecken des Lebens werden wir aktuell mit Rückblicken konfrontiert. Und dabei gibt es trotz Euro-Krise und anderen Dramen durchaus auch positive Nachrichten.

Motorrad-Markt im Plus

Vom Motorrad-Markt zum Beispiel. Denn während bei den Pkw-Neuzulassungen in 2012 ein Einbruch zu vermelden ist, konnte sich der Motorrad-Markt behaupten – nach den schwierigen Jahren zuvor legt er sogar endlich wieder leicht zu.
Motorräder waren im ‚Krisenjahr 2012‘ beliebt. Wie der Industrie-Verband Motorrad (IVM) bekannt gab, wurden bis Ende November insgesamt 125.900 Maschinen über 125 ccm verkauft. Das macht in Deutschland ein Plus von 0,64 Prozent. Sicherlich kein großer Zuwachs, trotzdem jedoch ein Grund zum feiern. Denn nach Jahren mit einem Absatzminus geht es, wenn auch auf niedrigem Niveau, wieder etwas aufwärts. Und man spürt die positive Stimmung durchaus in der Branche.

Die beliebtesten Motorräder 2012

Den größten Zuwachs konnten die Kraftroller verzeichnen. Sie steigerten ihren Absatz um 5,67 Prozent. Direkt dahinter liegen die Krafträder mit 2,59 Prozent. Weniger beliebt waren Leichtkrafträder (minus 7,75 Prozent) und Leichtkraftroller (minus 4,90 Prozent). Grund für den Anstieg bei den Kraftrollern dürften vor allem die dreirädrigen Modelle sein. Roller wie der Piaggio MP3 sind gefragt, weil sie in bestimmten Varianten auch mit einem Pkw-Führerschein bewegt werden dürfen.

Auch die Klasse der Enduros legte 2012 zu: Ein Plus von 10,22 Prozent hatten sie zu verzeichnen. Runter ging es hingegen bei den Tourern (minus 17,32 Prozent) und Supersportlern (minus 8,27 Prozent).

BMW Motorrad bleibt die Nummer Eins

Wie bereits seit Jahren führt auch 2012 BMW Motorrad die Zulassungshitparade an, die Bayern verzeichneten ein Jahr vor ihrem 90sten Geburtstag gar das erfolgreichste Jahr der Geschichte. Die BMW R 1200 GS ist das meistgefragte Motorrad, und das, obwohl ihr Nachfolger in den Startlöchern steht. Auf Platz 2 folgt die Kawasaki ER-6n, dahinter stehen drei weitere Bayern auf den Plätzen: BMW F800 GS, F 800 R und die S 1000 RR.
Bei den Rollern führt nach wie vor Piaggio mit der Vespa GTS-300 Super, dahinter folgen MP3-500 sowie die Beverly 350 Sport Touring.

Ausblick auf die Zukunft

Motorrädern, und vor allem Rollern, sollte eine gute Zukunft bevor stehen. Die Probleme um Parkplätze und Mobilität in urbanem Umfeld werden nicht besser – hier könnten Roller durchaus ihre Vorteile ausspielen. Leider nutzen die Hersteller bisher jedoch diese Möglichkeiten der Kommunikation noch nicht ausreichend, um die Vorteile von Zweirädern hervor zu heben. Während die Autohersteller beispielsweise zunehmend auf Carsharing setzen hört man von der Zweirad-Branche recht wenig.

Ausserdem muss die Branche schauen, wie sie mit Trikes umgeht. Denn die dreirädrigen Gefährte verlieren mit der anstehenden Führerschein-Reform ihren größten Vorteil: Dass sie auch mit Pkw-Führerschein gefahren werden dürfen. Für Pkw-Führerscheinneulinge werden Trikes künftig wie Motorräder behandelt. Damit braucht man auch für Dreiräder dann eine Motorrad-Fahrerlaubnis. Das schränkt die Gruppe möglicher Fahrer ein.

Trotzdem: Die dicke Krise dürfte für die Motorrad-Branche vorbei sein. Ein so signifikanter Einbruch im Absatz, wie ihn die Pkw-Branche für 2012 zu verzeichnen hatte und ihn für 2013 erwartet, sollte der Motorrad-Branche nicht bevorstehen. Der aktuelle Stand und der Ausblick fällt positiv aus.


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