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Ein Leben als Abenteurer: Max Reisch

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Von Thomas Gigold

Ein Leben als Abenteurer: Max Reisch

Es war der Bestseller des Jahres: Die irrwitzige Lebensgeschichte des hundertjährigen Allan Karlsson, erzählt von Jonas Jonasson.

Nicht weniger irrwitzig, dafür um so realer ist die [Geschichte von Max Reisch](http://www.maxreisch.at/). 1932 steckte der Mann aus Kufstein das erste österreichische Motorrad in den Saharasand, ein Jahr später buddelte er sich mit dem späteren Extrembergsteiger Herbert Tichy auf dem Sozius bis nach Indien durch.

Dabei macht das Leben von Reisch, der im Oktober 2012 seinen 100jährigen Geburtstag gefeiert hätte, hier noch lang nicht Halt.
Nach den Abenteuern mit den Puch-Motorrädern – mit denen er Nordafrika erreichte und im Jahr 1933 über den Balkan, Anatolien, die Syrische Wüste und Persien als Erster den Landweg nach Indien mit einem Motorrad erfolgreich bewältigte – widmete er sich neuen Zielen. Im zweiten Weltkrieg gehörte er dem Afrika-Korps an, danach stieg er als „Rotel“-Reiseleiter in den Massentourismus ein.

Viel Stoff für die 72 Jahre Leben, in denen Reisch nicht nur viele Reisen unternahm, sondern diese immer auch journalistisch aufarbeitete. Die nun erschienene 216-seitige Biographie „Max Reisch – Über alle Straßen hinaus“ (Tyrolia Verlag, 24,95 Euro) versucht, all die Abenteuer Reischs nachzuvollziehen. Einziges Manko dabei ist die zuweilen etwas trockene Schreibe von Autor Horst Chris­toph, der zwar ein vollständiges Bild Reischs zeichnet, dabei jedoch ein wenig die Leidenschaft vergisst.

Trotzdem ist die Biografie ein absoluter Nach-Weihnachtstipp für alle Abenteurer. Und nach dem Lesen geht die nächste Tour mit dem eigenen Bike dann vielleicht gar nach Bozen/Südtirol. Dort ist seit Anfang 2008 die Sammlung der Expeditionsfahrzeuge Reischs mit den historischen Reiseausstattungen im Reisch-Orient-Archiv untergebracht.


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